Erkrankungen (Auswahl)

Mykose (Pilzinfektionen)

Was sind Pilze?
Bei den Pilzen, die beim Menschen Krankheiten hervorrufen können, unterscheidet man zwischen drei Hauptgruppen: den Fadenpilzen (Dermatophyten), den Schimmelpilzen und den Hefepilzen (Candida). Es gibt schätzungsweise 500.000 verschiedene Pilzarten, doch nur sehr wenige davon können dem Menschen schaden. Pilze bevorzugen im allgemeinen eine feuchte, warme und dunkle Umgebung.

Die Dermatophyten besiedeln ausschließlich die Haut, weil sie Temperaturen unter 37°C bevorzugen.
Schimmelpilze können nur an Körperstellen überleben, an die Sauerstoff gelangt. Nur selten sind sie die Auslöser für Krankheiten, aber wenn z.B. schon eine Lungenerkrankung wie Asthma vorhanden ist, könnten sie sich eventuell in der Lunge einnisten.
Bei den Hefepilzen ist besonders die Art Candida albicans verbreitet, aber auch Candida crusei, Candida tropicalis etc. können Krankheiten hervorrufen. Diese können sowohl die Haut, die Schleimhäute als auch die inneren Organe, speziell den Verdauungstrakt, betreffen.

Was ist eine Mykose?
Mykose ist der allgemeine Begriff für alle Erkrankungen, die durch Pilze hervorgerufen werden. Am häufigsten treten Mykosen der Haut, der Nägel und der Schleimhäute auf. Diese verlaufen in der Regel harmlos, können jedoch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sehr langwierig sein.

... ein geschwächtes Immunsystem begünstigt das Auftreten einer Mykose!

Mykosen können auch die inneren Organe betreffen, dann ist aber in den meisten Fällen auch schon eine andere Erkrankung vorausgegangen und hat dadurch eine Immunschwäche bedingt.
Auch durch verschiedene chronischen Krankheiten, durch Diabetes, durch die Einnahme von Antibiotika oder durch Infektionskrankheiten kann das Immunsystem geschwächt sein, so dass sich die Pilze schlagartig vermehren können und dann verschiedenste Krankheiten hervorrufen.

Welche Symptome hat eine Mykose?
Eine Hautmykose zeigt sich durch Hautrötung, Juckreiz, Nässen und/oder Schuppenbildung. Meist sind die Füße, bzw. die Zehenzwischenräume, die Hände, die Achselhöhlen oder die Schleimhäute betroffen, weil die Pilze ein feuchtes Milieu bevorzugen. Bei Nagelpilz färbt der Nagel sich gelblich und verdickt sich.
Mykosen der inneren Organe, z.B. des Darms, können zu vielen verschiedenen Symptomen führen, hauptsächlich jedoch zu Verdauungsproblemen. Eine Vaginalmykose äußert sich durch Juckreiz und Brennen sowie durch Ausfluss.

Wie kann eine Mykose behandelt werden?
Es ist ratsam, bei allen Symptomen, die auf eine Pilzerkrankung hinweisen, einen Arzt aufzusuchen, um abzukären, ob es sich wirklich um eine Mykose handelt. Gleichzeitig kann dann eine geeignete Therapie festgelegt werden. Diese darf sich bei manchen Pilzinfektionen auch nicht nur auf die Bekämpfung der Symptome beschränken, sondern muss auch den Ursachen auf den Grund gehen.
Wirksame Medikamente gegen die Pilze sind die sogenannten Antimykotika.
Diese können je nach Art der Mykose als Salben, Creme, Puder oder Spray aufgetragen oder als Tabletten oder Saft eingenommen werden. Der Wirkstoff Nyastin z.B. kann gegen Hefepilze und der Wirkstoff Clotrimazol gegen alle Pilzarten eingesetzt werden.

Behandlungsmethoden
... differieren je nach Art der Mykose. Ein Arzt ist daher aufzusuchen!

Allgemein gilt für jede Pilzinfektion, dass die Behandlung über einen ausreichend langen Zeitraum erfolgen muss. Sie muss auch dann noch fortgeführt werden, wenn die Symptome bereits abgeklungen sind, sonst kann es zu einem Rückfall kommen. Pilze können lange in unserem Körper überleben, ohne sich bemerkbar zu machen.